Medizinische BĂŒndelung in Bruck: LKH Hochsteiermark schafft modernes Herz-Lungen-Zentrum

Pressemitteilung

Mit der Verortung der Pneumologie am Standort Bruck an der Mur setzt das LKH Hochsteiermark einen weiteren Schritt in der standortbezogenen Weiterentwicklung seiner medizinischen Schwerpunkte. Im Rahmen einer Eröffnungsfeier wurde die pneumologische Versorgung nun auch offiziell in Betrieb genommen.

Seit dem 7. April werden die Leistungen der Pneumologie am Standort Bruck a. d. Mur gebĂŒndelt angeboten. Dazu zĂ€hlen sĂ€mtliche stationĂ€ren und elektiv ambulanten Leistungen ebenso wie das Schlaflabor, die Respiratory Care Unit (RCU) sowie die Pflegeanstalt fĂŒr chronisch Kranke.

Gruppenbild von der Eröffnungsfeier mit Gesundheitslandesrat, KAGes VorstĂ€nden, FĂŒhrungskrĂ€ften des LKH und Klubobmann Marco Triller
v.l.n.r.: Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, KAGes Vorstand fĂŒr Finanzen und Technik; Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark, KAGes Vorstandsvorsitzender; Prim. Dr. Otmar Schindler, Vorstand der Abteilung fĂŒr Innere Medizin und Pneumologie am LKH Hochsteiermark; Manfred Kočever, MSc, Betriebsdirektor LKH Hochsteiermark; Prim. DDr. Erich Schaflinger, MSc, Ärztlicher Direktor LKH Hochsteiermark; Johanna Mandl, MSc, Pflegedirektorin LKH Hochsteiermark; Dr. Karlheinz KornhĂ€usl, Gesundheitslandesrat; LAbg. Marco Triller, BA MSc, Klubobmann | © Paller

„Im Zukunftsland Steiermark setzen wir nicht nur auf medizinische Spitzenversorgung, sondern auf eine Gesundheitslandschaft, die direkt bei den Menschen ankommt. Mit dem neuen Herz-Lungen-Zentrum in Bruck bĂŒndeln wir Expertise, modernste Technik und Versorgung an einem Ort. Damit schaffen wir beste Voraussetzungen fĂŒr Patientinnen und Patienten sowie fĂŒr unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erlĂ€utert Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz KornhĂ€usl.

„Die BĂŒndelung der Pneumologie am Standort Bruck ist ein wichtiger Schritt, um die medizinische Versorgung in der Obersteiermark gezielt zu stĂ€rken. Gerade die enge Verzahnung von Herz- und Lungenmedizin schafft klare Vorteile fĂŒr die Patienten, weil Diagnosen schneller und Behandlungen effizienter erfolgen können“, ergĂ€nzt FPÖ-Klubobmann und Gesundheitssprecher LAbg. Marco Triller, BA MSc. „Entscheidend ist dabei, dass Spezialisierung und wohnortnahe Versorgung sich sinnvoll ergĂ€nzen. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass solche Strukturmaßnahmen langfristig die VersorgungsqualitĂ€t sichern, denn unser Ziel bleibt eine flĂ€chendeckende, hochwertige Gesundheitsversorgung fĂŒr die gesamte Region.“

„Mit der Übersiedlung der Pneumologie an den Standort Bruck stĂ€rken wir konsequent das konservative Leistungsprofil des LKH Hochsteiermark und schaffen gleichzeitig noch bessere Voraussetzungen fĂŒr eine enge interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit“, betont der Ärztliche Direktor des LKH Hochsteiermark, Prim. DDr. Erich Schaflinger, MSc.

Mehrwert durch enge Zusammenarbeit von Herz und Lunge

Damit ist zugleich ein wesentlicher Teil der strukturellen Weiterentwicklung im LKH Hochsteiermark abgeschlossen: Entsprechend der strategischen Ausrichtung wird der konservative Schwerpunkt am Standort Bruck nun um ein Herz-Lungen-Zentrum erweitert. 

„Mit der konsequenten Weiterentwicklung der Standorte schaffen wir im LKH Hochsteiermark eine moderne und zukunftsorientierte Versorgungsstruktur fĂŒr die Region. Die BĂŒndelung medizinischer Leistungen an klar definierten Schwerpunkten stĂ€rkt sowohl die QualitĂ€t der Versorgung als auch die langfristige Sicherung leistungsfĂ€higer Krankenhausstandorte“, erklĂ€rt KAGes-Vorstandsvorsitzender, Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark.

Auch Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, KAGes-Vorstand fĂŒr Finanzen und Technik, sieht in der Verortung der Pneumologie einen wichtigen Schritt fĂŒr die regionale Gesundheitsversorgung. „Mit der Verortung der Pneumologie in Bruck setzen wir einen weiteren Meilenstein in der strukturierten Standortentwicklung. Durch gezielte Investitionen in Infrastruktur und Ausstattung stellen wir sicher, dass medizinische Leistungen wirtschaftlich effizient erbracht werden können und gleichzeitig optimale Bedingungen fĂŒr Patient*innen sowie Mitarbeiter*innen entstehen.“

Durch die BĂŒndelung der pneumologischen Leistungen am Standort Bruck werden bestehende Strukturen gezielt weiterentwickelt und fachliche Synergien gestĂ€rkt. Gleichzeitig rĂŒcken Kardiologie und Pneumologie kĂŒnftig an einem Standort noch enger zusammen. Damit entsteht neben dem LKH-Univ. Klinikum Graz erstmals auch im lĂ€ndlichen Raum der Steiermark ein Zentrum, in dem Erkrankungen von Herz und Lunge eng abgestimmt behandelt werden können.

Gerade bei Beschwerden wie Atemnot, Brustschmerzen oder LeistungsschwÀche ist oft zunÀchst nicht eindeutig, ob die Ursache im Bereich des Herzens oder der Lunge liegt. Die enge Zusammenarbeit von Kardiologie und Pneumologie ermöglicht in solchen FÀllen eine raschere und prÀzisere diagnostische AbklÀrung sowie eine abgestimmte Behandlung.

Auch aus pflegerischer Sicht bringt die neue Struktur klare Vorteile. „FĂŒr die Pflege bedeutet die BĂŒndelung der Fachbereiche vor allem klar strukturierte AblĂ€ufe und eine noch engere Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team. Das wirkt sich direkt positiv auf die QualitĂ€t der Betreuung unserer Patient*innen aus“, erklĂ€rt Johanna Mandl, MSc, Pflegedirektorin des LKH Hochsteiermark.

 

Infrastruktur und Standortentwicklung

Am Standort Bruck wurden die pneumologischen Bereiche modernisiert und neu strukturiert: Die Ambulanz ist im Erdgeschoss provisorisch eingerichtet, im ersten Stock befinden sich die Bereiche fĂŒr Chemotherapie und der pneumologische Eingriffsraum, wĂ€hrend im zweiten Obergeschoß bereits die fix eingerichtete Bettenstation untergebracht ist. Direkt angrenzend befinden sich derzeit auch das Schlaflabor und die Langzeitpflegeanstalt.

Die pneumologische Bettenstation umfasst insgesamt 24 Betten in Ein- bis Drei-Bett-Zimmern. Die neu gestalteten Patientenzimmer wurden generalsaniert, barrierefrei ausgefĂŒhrt und mit modernen SanitĂ€ranlagen ausgestattet. FĂŒr die Verortung der Pneumologie wurden in 13 Monaten Bauzeit insgesamt 2.196 mÂČ NettogeschossflĂ€che nachhaltig saniert. Die Baukosten liegen bei 7,1 Millionen Euro.

Parallel zur medizinischen Weiterentwicklung wurden auch die infrastrukturellen Rahmenbedingungen am Standort Bruck ausgebaut. So wurde bereits im Oktober 2025 ein neues Parkdeck fĂŒr Mitarbeiter*innen sowie Patient*innen in Betrieb genommen. Mit 178 StellplĂ€tzen schafft es zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten und verbessert die Parksituation am Standort nachhaltig – auch mit Blick auf den geplanten Neubau der Psychiatrie und dem damit verbundenen zusĂ€tzlichen Bedarf.

Neues Parkdeck am LKH-Standort Bruck
Neues Parkdeck am LKH-Standort Bruck | © Bodlos

Das Parkdeck wurde auf einer bereits bestehenden ParkflĂ€che errichtet und schafft damit neuen Parkraum ohne zusĂ€tzliche Bodenversiegelung. Auf dem Dach wurde zudem eine Photovoltaikanlage mit rund 1.200 mÂČ Solarpanelen und einer Spitzenleistung von rund 255 kWp errichtet. Der Neubau trĂ€gt also nicht nur zur Verbesserung der Parksituation bei, sondern unterstreicht auch die nachhaltige Ausrichtung des LKH Hochsteiermark, indem er zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks beitrĂ€gt und erneuerbare Energien fördert.

„Mit den baulichen Maßnahmen am Standort Bruck, von der Modernisierung der pneumologischen Bereiche bis hin zum neuen Parkdeck, setzen wir weitere Maßnahmen fĂŒr eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Standorts. Gleichzeitig verbessern wir die Rahmenbedingungen fĂŒr Patient*innen und Mitarbeiter*innen“, freut sich Manfred Kočever, MSc, Betriebsdirektor des LKH Hochsteiermark.

 

GebĂŒndelte Versorgung mit kurzen Wegen

FĂŒr die Bevölkerung der Obersteiermark bringt die neue Verortung einen klaren Mehrwert: Spezialisierte Expertise, diagnostische Möglichkeiten und therapeutische Angebote werden am Standort Bruck gebĂŒndelt. Das erleichtert die Abstimmung zwischen den Fachbereichen und stĂ€rkt die Versorgung insbesondere dort, wo Herz und Lunge eng zusammenwirken.

„FĂŒr unsere Patientinnen und Patienten bedeutet der Transfer der Abteilung nach Bruck, dass wir neben unserer bisherigen Arbeit eine intensivierte Kooperation am Standort anbieten können. Wir bringen das pneumologische Fachwissen ein und verbessern gemeinsam mit den Expert*innen der Neurologie und Kardiologie, aber auch Nephrologie, Radiologie und AnĂ€sthesie die Betreuung bei komplexen Erkrankungen“, ergĂ€nzt Prim. Dr. Otmar Schindler, Leiter der Abteilung fĂŒr Innere Medizin und Pneumologie. 

Großes Gruppenbild von der Eröffnungsfeier mit den Spitzen der KAGes und des LKH sowie mit Vertretern der Landespolitik.
v.l.n.r.: Prim. Dr. Otmar Schindler, Vorstand der Abteilung fĂŒr Innere Medizin und Pneumologie am LKH Hochsteiermark; Eveline BrandstĂ€tter, KAGes Direktorin fĂŒr Pflege; Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, KAGes Vorstand fĂŒr Finanzen und Technik; Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark, KAGes Vorstandsvorsitzender; Manfred Kočever, MSc, Betriebsdirektor LKH Hochsteiermark; Cornelia Izzo, Landtagsabgeordnete; Prim. DDr. Erich Schaflinger, MSc, Ärztlicher Direktor LKH Hochsteiermark; Johanna Mandl, MSc, Pflegedirektorin LKH Hochsteiermark; Dr. Karlheinz KornhĂ€usl, Gesundheitslandesrat; LAbg. Marco Triller, BA MSc, Klubobmann; Helga Ahrer, Dritte LandtagsprĂ€sidentin; Philipp Könighofer, Landtagsabgeordneter; Mag. Raphael Pensl, VizebĂŒrgermeister Bruck an der Mur | © Paller
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