Pflege als maßgebliche SĂ€ule fĂŒr das Gesundheitssystem der Zukunft

Pressemitteilung

AnlĂ€sslich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai 2026 stellt die KAGes ihre grĂ¶ĂŸte Berufsgruppe in den Mittelpunkt: die Pflege. Mit insgesamt 9.497 Pflegepersonen bildet sie das RĂŒckgrat der steirischen Gesundheitsversorgung und steht fĂŒr Kompetenz, Verantwortung und Menschlichkeit.

Die Pflege in der KAGes umfasst 6.260 Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen (DGKP) sowie 3.237 Mitarbeiter*innen in Assistenzberufen (Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz). 

Gemeinsam gewĂ€hrleisten sie tagtĂ€glich eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patient*innen – oft unter herausfordernden Rahmenbedingungen.

Permanente Weiterentwicklung, um zukunftsfit zu bleiben

Die KAGes kann aktuell auf eine nahezu vollstĂ€ndige personelle Besetzung im Pflegebereich verweisen. Diese stabile Situation ist das Ergebnis gezielter Maßnahmen der vergangenen Jahre und eines großen Engagements der Mitarbeiter*innen. Gleichzeitig ist klar: Diese gute Ausgangslage wird sich angesichts demografischer Entwicklungen und steigender Anforderungen nicht von selbst fortschreiben.

Portraitfoto der KAGes-Pflegedirektorin Eveline BrandstÀtter
KAGes Pflegedirektorin Eveline BrandstÀtter, MSc | © www.christianjungwirth.com

So werden allein in der Steiermark jĂ€hrlich rund 1.360 zusĂ€tzliche PflegekrĂ€fte benötigt, um den steigenden Bedarf zu decken. Österreichweit wird die Zahl der Pflegegeldbeziehenden bis 2050 um 57 % steigen – auf ĂŒber 730.000 Menschen. Gleichzeitig zeigt sich eine negative Bevölkerungsentwicklung: Im Jahr 2025 lag die Differenz zwischen Geburten und TodesfĂ€llen in Österreich bei -11.048, in der Steiermark bei -3.781.

Diese Entwicklungen verdeutlichen die Dringlichkeit, die Pflege zukunftsfit weiterzuentwickeln. „Als Direktorin fĂŒr Pflege in der KAGes weiß ich, dass eine professionelle Pflege entscheidend fĂŒr die Zukunft unseres Gesundheitssystems ist. Professionelle Pflege steht fĂŒr hohe fachliche QualitĂ€t, klare Verantwortlichkeiten und die konsequente Orientierung an den BedĂŒrfnissen der Patient*innen. Entscheidend ist dabei, Mitarbeiter*innen entsprechend ihrer Qualifikationen und gesetzlichen Kompetenzen gezielt einzusetzen – mit dem grĂ¶ĂŸtmöglichen Nutzen fĂŒr unsere Patient*innen“, betont Eveline BrandstĂ€tter, KAGes-Direktorin fĂŒr Pflege.

 

Fokus auf kompetenzorientierten Personaleinsatz

Ein zentraler Hebel fĂŒr die Weiterentwicklung der Pflege ist der kompetenzorientierte Personaleinsatz. Damit wird sichergestellt, dass jede TĂ€tigkeit von jener Berufsgruppe ausgefĂŒhrt wird, die dafĂŒr am besten qualifiziert ist.

Parallel dazu setzt die KAGes verstĂ€rkt auf Innovation und Digitalisierung. Im Rahmen des geförderten Projekts N!CA werden gemeinsam mit Forschungspartnern neue digitale und KI-basierte Lösungen entwickelt, die PflegekrĂ€fte im Arbeitsalltag unterstĂŒtzen – etwa bei Aufnahmeprozessen oder der Vorhersage von Risiken.

Auch konkrete medizinisch-pflegerische Innovationen finden Eingang in die Praxis, wie beispielsweise die ultraschallgestĂŒtzte Venenpunktion bei schwierigen Blutabnahmen.

 

Ressourcenmanagement wissenschaftlich fundiert

Ein weiteres zentrales Zukunftsprojekt ist die Entwicklung einer neuen, transparenten Personalbedarfsberechnung. In Kooperation mit der Technischen UniversitÀt Graz wurde 2025 ein Pilotprojekt umgesetzt, das auf Basis pflegerischer Leistungsdaten, Patient*innendaten und Personalzeiten Modelle zur Simulation des Personalbedarfs entwickelt.

Dabei kommen moderne Methoden zum Einsatz, die Aufenthaltsdauer und Pflegeaufwand prognostizieren und so realitÀtsnahe Planungen ermöglichen. Aktuell werden diese Modelle in der Praxis getestet und weiterentwickelt.

 

Zahlen und Fakten


Status quo in der KAGes:

  • 9.497 Pflegepersonen insgesamt: 8.031 Frauen, 1.466 MĂ€nner 

  • 6.260 DGKP: 5.595 Frauen, 665 MĂ€nner

  • 3.237 Assistenzberufe (PFA & PA): 2.436 Frauen, 801 MĂ€nner 

     

Allgemeiner Ausblick: 

  • JĂ€hrlicher Bedarf in der Steiermark: 1.360 zusĂ€tzliche PflegekrĂ€fte 

  • Erforderlich: 7 % aller Maturant*innen mĂŒssten in die Pflege gehen; das entspricht etwa 2 von 30 SchĂŒler*innen pro Klasse 

  • Prognose Pflegebedarf Österreich: +57 % Pflegegeldbeziehende bis 2050 (rund 730.000 Personen)

  • Bevölkerungsentwicklung 2025:

  • Österreich: -11.048 (Geburten vs. TodesfĂ€lle)

  • Steiermark: -3.781


 

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